Betroffene unterstützen

Fast jede und jeder kennt jemanden, der unter psychischen Problemen leidet. Mit der Situation normal umzugehen, fällt aber vielen schwer. Dabei können Angehörige, Freunde und Arbeitgebende eine wichtige Stütze sein, ohne sich selbst zu gefährden.

Menschen mit einer psychischen Störung stossen in der Öffentlichkeit oft auf Vorurteile und Ängste, die sich zusätzlich negativ auf ihre Gesundheit auswirken können. Überfordert und ratlos sind oft auch Freunde, Familienangehörige und Arbeitgebende. Sie können nicht nachvollziehen, wie und was ein psychisch kranker Mensch fühlt. Sich zu informieren und Wissen anzueignen, schützt hier vor Vorurteilen und falschen Annahmen und fördert die Empathie. Dass ihnen nahestehende Menschen die Krankheit anerkennen und akzeptieren, ist für Betroffene eine grosse Unterstützung, wenn nicht sogar der erste Schritt zur Besserung – unter der Voraussetzung, dass sie sich selbst die vorhandene Erkrankung eingestehen.

Gesund handeln, Unterstützung annehmen

Für Betroffene und Angehörige ist es wichtig, die gewohnte Tagesstruktur und den bekannten Umgang mit dem persönlichen Umfeld beizubehalten. In schwierigen Zeiten ist das nicht nur eine Stütze, sondern auch der Garant für einen gewissen Grad an Normalität. Nichtsdestotrotz sind auch die Angehörigen von psychisch kranken Menschen starken emotionalen Belastungen ausgesetzt. Damit die Überforderung nicht in eine Krise mündet, stehen auch ihnen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten wie Beratung oder Selbsthilfegruppen zur Verfügung, die ohne Berührungsängste in Anspruch genommen werden sollten.

Achtsam handeln sollte man in gefährlichen Situationen. Sei dies, weil Betroffene sich selbst gefährden oder Drittpersonen einen Schaden zufügen könnten. Unter solchen Umständen ist es unerlässlich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Verantwortung an Fachpersonen abzugeben. Hierfür soll im Notfall die Polizei (Telefonnummer 117) kontaktiert werden.

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