Anorexie

Anorexia Nervosa, im Volksmund als Magersucht bekannt, ist eine gefährliche Essstörung, die von einer krankhaften Angst geprägt ist, zuzunehmen. Die damit verbundene Unterernährung führt häufig zu gravierenden körperlichen Beschwerden die bis zum Tod führen können.

Magersüchtige Menschen weigern sich, ein gesundes Körpergewicht zu halten. In erster Linie erreichen sie das durch Hungern, Fasten, Diäten oder durch übertriebene sportliche Aktivitäten. Manche greifen sogar zu Appetitzüglern oder Abführmitteln. Das Hungern hat fatale körperliche und psychische Folgen. So können die mit der Krankheit verbundenen Mangelerscheinungen die Lebensqualität der Betroffenen enorm einschränken und führen in nicht wenigen Fällen bis zum Tod. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 10 Prozent und 20 Prozent. Je früher eine Behandlung begonnen wird, desto grösser sind die Heilungschancen.

Von Magersucht sind vor allem junge Frauen und Mädchen (1,2 Prozent) betroffen. Allerdings zeichnet sich auch bei jungen Männern (0,2 Prozent) inzwischen eine ernstzunehmende Tendenz ab.

Mögliche Symptome

  • Absichtlicher Gewichtsverlust: starkes Untergewicht
  • Auffälliges Essverhalten (extrem langsames Kauen und Ausspucken von Nahrungsmitteln)
  • Vermeidung kalorienreicher Speisen
  • Beschränkung auf spezifische Lebensmittel bis hin zu fast vollständigem Nahrungsverzicht
  • Ständige Gedanken an das Essen
  • Exzessive Gewichtskontrollen (mehrmals tägliches Wiegen)
  • Extreme Angst vor Gewichtszunahme
  • Überzeugung, zu dick zu sein trotz Untergewicht
  • Erbrechen
  • Missbrauch von Abführmitteln/Substanzen zur Gewichtsabnahme
  • Exzessive Bewegung
  • Soziale Isolation, Rückzug von Freunden
  • Depressive Verstimmung
  • Mangelnde Krankheitseinsicht
  • Ausbleiben von mindestens drei aufeinanderfolgenden Menstruationszyklen bei Frauen
  • Rückgang des Sexualtriebs

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