Coronavirus (COVID-19)

Ende 2019 traten in China aussergewöhnliche Lungenentzündungen auf, deren Ursache anfangs Januar 2020 gefunden wurde. Identifiziert wurde ein neuartiges Coronavirus, welches vermutlich von einer Tierart auf den Menschen gelangt ist und Erkältungskrankheiten auslöst. Der Krankheitsverlauf kann sich in schweren Fällen bis zur Lungenentzündung entwickeln und vereinzelt zum Tod führen.
Einzelne Reisende aus Wuhan, die sich angesteckt hatten, wurden in anderen Ländern diagnostiziert.

Coronaviren bestehen aus einer grossen Virenfamilie, die gewöhnliche Erkältungskrankheiten verursachen, aber in zwei Fällen auch zu schweren Erkrankungen, dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS), führen können.

Über das Coronavirus

Ansteckung

Die Ansteckung erfolgt nach aktuellem Kenntnisstand auf dem gleichen Weg wie eine Grippe, über kleine Tröpfchen, die bei Husten und Niesen ausgestossen werden, sowie über den direkten Kontakt mit kontaminierten Flächen. Wie hoch die Ansteckungsgefahr durch eine erkrankte Person ist, ist noch unbekannt. Coronaviren können bei nahem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Symptome

Die Symptome ähneln einer normalen Erkältungskrankheit mit Fieber, Frösteln, Krankheitsgefühl, Husten mit oder ohne Auswurf, Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit. Bei gesunden Personen ist von einer baldigen Genesung auszugehen. Vor allem bei bereits kranken Personen können sich in seltenen Fällen eine Lungenentzündung und eine ernsthafte Erkrankung entwickeln.

Vorgehen bei Symptomen

Bei Auftreten von Symptomen innert 14 Tagen nach einer Reise in ein betroffenes Gebiet (China) oder auch bei engem Kontakt mit einer bestätigten, erkrankten Person empfehlen wir das frühzeitige telefonische Informieren Ihres Arztes/Ihrer Ärztin oder des Spitals. Teilen Sie dabei bitte Ihre Reiseroute mit und machen Sie den Arzt/die Ärztin auf die Möglichkeit einer Infektion aufmerksam. Vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Menschen und benutzen Sie einen Mundschutz.

Behandlung

Die Behandlung besteht in der Linderung von Symptomen. Es gibt keine spezifische Behandlung gegen das Virus.

Impfung

Da es eine neue Erkrankung ist, existiert derzeit noch keine Impfung.

Schutz vor einer Infektion

  • Vermeiden von engen Kontakten mit Personen, speziell solchen mit akuten Atemwegsinfektionen, 1 Meter Mindestabstand zum Gesprächspartner, kein Händeschütteln, keine Begrüssungsküsse
  • Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife, vor allem nach Direktkontakt mit kranken Personen oder deren Umgebung
  • Personen mit einer akuten Atemwegsinfektion sollen die Hustenetikette beachten (Distanz einhalten, Husten und Niesen in Wegwerftaschentücher oder Kleider, Händewaschen)
  • Vermeiden von ungeschütztem Kontakt mit Farm- oder wilden Tieren in Gebieten mit Erkrankungsfällen

Meldefrist

Der Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuen Coronavirus ist für die Ärzteschaft und Laboratorien meldepflichtig. Die Meldung hat telefonisch innerhalb von 2 Stunden zu erfolgen (Meldung an Amtsarzt/-ärztin via Sanität 144).

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