Projektdetails

Setting

Das Projekt SomPsyNet entwickelt ein bisher nicht vorhandenes Modell inklusive zugehörigem Netzwerk zur Erkennung und Versorgung von somatischen Patienten mit psychosozialen Belastungen. Vorerst läuft SomPsyNet auf spezifischen Stationen innerhalb von vier Spitälern des Kantons Basel-Stadt (Universitätsspital Basel, Bethesda Spital, St. Claraspital, Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER). Zielgruppen der Massnahmen sind zum einen somatische Patienten mit psychosozialen Belastungen einschliesslich psychischer Störungen (PB/PS), zum anderen Multiplikatoren, also Angehörige von Gesundheitsberufen (Ärztinnen, Spitäler, Hausärzte, Pflege, Psychologen, Psychotherapeuten, Psychosomatiker, Psychiater, andere Fachärzte, Sozialdienst) und nicht-medizinische Fachpersonen an Schnittstellen der Gesundheitsversorgung (wie z.B. Patientenverbände und Krankenkassen).

Vision

Jede Person, die aufgrund einer somatischen Erkrankung in ein Spital eintritt, wird – falls gewünscht – innerhalb eines Stepped and Collaborative Care Models (SCCM) auch hinsichtlich psychosozialer Belastungen untersucht und behandelt. Durch die interdisziplinäre Kooperation erfolgt eine auf die Patienten abgestimmte Behandlung, die somatisch-psychische Belastungen und soziale Folgen (berufliche Reintegration etc.) mit einschliesst. Über den psychosomatisch-psychiatrischen Konsiliar- und Liaison- (CL) Dienst und die Online-Plattform werden vorhandene und neue Interventionsangebote vernetzt und koordiniert.

Zielgruppen

In den beteiligten Spitälern (Bethesda Spital, Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, St. Claraspital, Universitätsspital Basel) sollen ca. 5000 Patienten aus den Bereichen Innere Medizin, Kardiologie, Endokrinologie, Gynäkologie und Geriatrie hinsichtlich PB/PS gescreent werden. Für Patienten mit erhöhtem Risiko für psychosoziale Belastungsfolgen wird der individuelle Behandlungsbedarf abgeklärt und die Betroffenen erhalten, wenn indiziert und gewünscht, eine auf den persönlichen Bedarf zugeschnittene Behandlungsempfehlung.

Projektnutzen

Somatische Patientinnen und Patienten mit psychosozialen Belastungen profitieren von:

  • ganzheitlicher Versorgung (Erkennen von Interventionsbedarf)
  • höherer Lebensqualität, inklusive gesellschaftlicher Integration
  • geringerer Rehospitalisierung
  • verbesserter Prognose auch hinsichtlich somatischer Genesung

Multiplikatoren profitieren von:

  • definierten Behandlungsalgorithmen
  • zusätzlichen Diagnostik- und Unterstützungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten (Weiterbildung)
  • besser funktionierenden Schnittstellen

Gesundheitssystem/Gesellschaft profitieren von:

  • reduzierten Kosten

Informationsblatt Kosten/Nutzen