Rechtliche Grundlagen und Datenschutz

Das Krebsregister beider Basel ist durch eine Registerbewilligung und seit Anfang 2020 durch das nationale Krebsregistrierungsgesetz befugt, nicht anonymisierte medizinische Informationen zu erhalten. Da es sich dabei um besonders sensible Personendaten handelt, hat der Datenschutz einen sehr hohen Stellenwert im Krebsregister.

Rechtliche Grundlagen

Das Krebsregister beider Basel (KRBB) verfügt über eine Registerbewilligung der Eidgenössischen Expertenkommission für das Berufsgeheimnis in der medizinischen Forschung nach Artikel 321bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches (altrechtlich). Diese erlaubt es Ärztinnen und Ärzten sowie Institutionen, nicht-anonymisierte, medizinische Informationen ans KRBB weiterzugeben.

Auch sind das KRBB und die Beobachtung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung in den kantonalen Gesundheitsgesetzen von BS (§60) und BL (§2) verankert.

Seit Anfang 2020 sind das Bundesgesetz über die Registrierung von Krebserkrankungen (Krebsregistrierungsgesetz, KRG) und die zugehörige Verordnung (Krebsregistrierungsverordnung, KRV) in Kraft getreten, welche für neu diagnostizierte Krebsfälle gilt und die Registerbewilligung ablöst. Im KRG und KRV werden die Erhebung, Registrierung und Auswertung von Daten zu Krebserkrankungen in der Schweiz neu geregelt.

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Datenschutz

Der Datenschutz hat einen sehr hohen Stellenwert im Krebsregister. Da es sich bei den Daten um besonders sensible Personendaten handelt, bestehen im KRBB sehr hohe organisatorische und technische Schutzvorkehrungen.

Nur die Mitarbeitenden des Krebsregisters haben Zugriff auf die Daten und können mit diesen arbeiten. Alle Mitarbeitenden unterstehen der Schweigepflicht und unterschreiben zusätzlich eine Vertraulichkeitserklärung.

Daten des KRBB, welche für die nationale Berichterstattung, internationale Statistiken oder Forschungsprojekte an Dritte weitergegeben werden, sind anonymisiert.

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