Ziel und Nutzen

Die Krebsregistrierung dient dazu, bevölkerungsbasiert Informationen zu Krebserkrankungen zu sammeln und auszuwerten. Basierend darauf werden Massnahmen ergriffen, damit Krebserkrankungen effektiver verhindert, früher erkannt und besser behandelt werden können. Die kantonalen Krebsregister erfassen die Krebsfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich und leiten diese anonymisiert an den Bund weiter. Dieser erstellt ein Krebsmonitoring für die ganze Schweiz und kann weitere Auswertungen vornehmen.

Aufgabe des Krebsregisters beider Basel

Das Krebsregister beider Basel (KRBB) ist eines von vierzehn kantonalen Krebsregister in der Schweiz. Das KRBB erfasst sämtliche diagnostizierten Krebserkrankungen, Behandlungen und Sterbefälle von Personen, die zum Zeitpunkt der Erkrankung in den Kantonen Basel-Stadt oder Basel-Landschaft wohnhaft sind.

Mit den Daten können bevölkerungsbezogene Aussagen darüber gemacht werden, welche Krebsarten in welcher Häufigkeit in den beiden Basel vorkommen und wie sich diese Zahlen entwickeln.

Die Daten des KRBB liefern wichtige Grundlagen, um informierte Entscheidungen treffen zu können. So können basierend auf den Auswertungen des KRBB Präventions- und Screeningprogramme erarbeitet und evaluiert werden. Auch Aussagen zur Versorgungs- Diagnose- und Behandlungsqualität sind möglich. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Unterstützung der Krebsforschung.

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Verwendung der Daten

Die im KRBB erfassten Daten werden regelmässig ausgewertet und in einem Jahresbericht veröffentlicht. Damit werden Fachpersonen, kantonale Entscheidungsträger und weitere interessierte Personen über den Verlauf der Krebserkrankungen in den beiden Basel informiert.

Darüberhinaus leitet das KRBB seine Daten anonymisiert an nationale und internationale Organisationen weiter. Damit fliessen sie in nationale und internationale Krebsstatistiken ein wie zum Beispiel in den Schweizerischen Krebsbericht.

Das KRBB beteiligt sich auch an Studien und stellt seine Daten in anonymisierter Form für Forschungsprojekte zur Verfügung. Die Daten werden somit für diverse Publikationen zu verschiedenen Fragestellungen im Zusammenhang mit Krebserkrankungen genutzt.

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Das Nationale Krebsregistrierungsgesetz ab 2020

Krebserkrankungen werden künftig in der Schweiz vollzählig und einheitlich erfasst. Im März 2016 hat das Parlament das entsprechende Bundesgesetz über die Registrierung von Krebserkrankungen (Krebsregistrierungsgesetz, KRG) beschlossen. Im April 2018 hat der Bundesrat die zugehörige Verordnung verabschiedet. Gesetz und Verordnung sind am 1. Januar 2020 in Kraft getreten.

Um auf nationaler Ebene über vollzählige Daten zu verfügen, ist jeder Kanton verpflichtet, ein Krebsregister zu führen/sich einem anzuschliessen und für Spitäler, Laboratorien, Ärztinnen und Ärzte wird eine Meldepflicht für Krebserkrankungen eingeführt.

Gemäss Artikel 2 des KRG ist der Zweck des Gesetzes, die nötigen Datengrundlagen zu schaffen, um...

  1. die Entwicklung von Krebskrankheiten zu beobachten;
  2. Präventions- und Früherkennungsmassnahmen zu erarbeiten, umzusetzen und deren Wirksamkeit zu überprüfen;
  3. die Versorgungs-, Diagnose- und Behandlungsqualität zu evaluieren;
  4. die Versorgungsplanung sowie die Forschung zu unterstützen.

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